Skip to main content
espresso zubereiten header

Espresso zubereiten – Wie er auch zu Hause problemlos gelingt

Du liebst es köstlichen Espresso, Latte oder Flat White in Deinem Lieblingscafé zu genießen? Allerdings wünscht Du dir auch, denselben großartigen Kaffee zu Hause zubereiten zu können? Dann ist dieser Artikel genau das Richtige!

Die Zubereitung eines guten Espressos ist nicht so kompliziert, wie Du vielleicht denkst. Mit der richtigen Ausrüstung und ein wenig Know-How werden dir aromatische Espressos gelingen. 

Espresso verstehen

Schauen wir uns zunächst an, was ein Espresso eigentlich ist, bevor wir auf die Tipps eingehen. Espresso ist bekannt für seine starken Aromen, die durch die geringe Menge und den Druck beim Zubereiten entsteht.

Laut der Specialty Coffee Association (SCA) sollte sich das Volumen von Espresso auf 25 bis 35 ml belaufen. Er wird aus 7 bis 9 Gramm Kaffeepulver hergestellt wird, welches mit einer Temperatur von 90 bis 96 Grad Celsius, bei einem Druck 9 bis 10 bar gebrüht wird. Der Kaffee wird so gemahlen, dass die Brühzeit 20 bis 30 Sekunden beträgt.

Die 20 bis 30 Sekunden ist ein guter Wert. Beachte jedoch, dass es keine feste Regel für das Timing gibt. Das Ergebnis hängt von vielen Faktoren ab. Darunter der Mahlgrad, Herkunft des Kaffees, Röstprofil, deine persönlichen Vorlieben und vieles mehr.

Schauen wir uns einmal die Expertentipps für die Zubereitung eines Espressos an:

Beginnen wir mit gutem Kaffee

Guter Kaffee beginnt mit guten Kaffeebohnen. Zuallererst solltest du eine bestimmte Kaffeeart wählen. Am besten einen Kaffee, der frisch geröstet ist, Nuancen von Schokolade, roten Früchten, Zucker oder Karamell aufweist. Außerdem sollte er einen geringen Säureanteil haben, da die Säure beim Espresso immer im Vordergrund steht.

Der richtige Röstgrad des Kaffees ist wichtig

Zu dunkle Röstungen können bitter schmecken. Helle Röstungen sind dagegen oft zu sauer und weisen weder Süße, noch Ausgewogenheit auf. Mittelbraune Röstungen sind optimal für Kaffee. Am besten fragst du den Röster, welche Kaffeebohnen er für Espresso empfiehlt. 

Auch das Röstdatum ist ausschlaggebend, denn Kaffee ist ein Bio-Produkt: Es veraltet mit der Zeit. Allerdings gibt es auch so etwas wie „zu frisch“, insbesondere für Espresso. Kaffee muss nämlich zunächst einmal ausdünsten. Bei diesem Prozess wird langsam Kohlendioxid freigesetzt, das sich während des Röstprozesses gebildet hat. Zu Beginn entgast Kaffee recht schnell, was bei der Extraktion von Geschmacks- und Aromastoffen stören kann. Wenn der Kaffee jedoch zu schnell entgast, reduzieren sich die Aromen. Weiterhin ist es beim Brühen schwierig eine richtige Crema zu erzielen.

Am besten lagerst du Bohnenkaffee an einem Ort, der weder Sauerstoff, noch Sonnenlicht, noch zu viel Wärme ausgesetzt ist. Wir empfehlen dir, jeweils nur eine kleine Menge Kaffee zu kaufen, um ihn besser frisch halten zu können. Wenn der Kaffeebeutel verschließbar ist, solltest du zunächst die Luft aus ihm entfernen. Halte ihn zudem vor Licht, Hitze und Feuchtigkeit fern.

Eine gute Ausrüstung ist das A und O

Gutes Equipment alleine, macht zwar keinen guten Espresso, vereinfacht aber die Zubereitung. Die beiden wichtigsten Dinge für einen guten Espresso, sind eine Mühle und eine Siebträgermaschine.

Die Kaffeemühle

Nur mit einer guten Kaffeemühle, kannst du das Beste aus den Kaffeebohnen herausholen. Du benötigst gleichmäßiges Kaffeemehl und verschiedene Mahlgrade für optimale Ergebnisse. Mit einem Scheibenmahlwerk erreichst du auf schnelle Weise, gleichmäßiges Kaffeepulver. 

barista siebträgermaschine

Die Siebträgermaschine

Eine gute Siebträgermaschine hält den Druck, die Temperatur und das Wasservolumen bei jedem Brühvorgang gleichmäßig aufrecht. Ein gutes Gerät, liefert bereits von der ersten Tasse an gute Ergebnisse. Achte beim Kauf auf das integrierte Boilersystem. Siebträgermaschinen mit zwei Boilern sind stabiler. So kannst du auch während des Brühvorgangs Milch aufschäumen und musst nicht erst warten bis dieser zu Ende ist. 

Natürlich lohnt es sich auch, auf die Benutzerfreundlichkeit zu achten. Es ist zwar toll, eine Maschine mit vielen Funktionen zu haben, allerdings kann dies auch sehr kompliziert sein. Gute Geräte verfügen über Einstellmöglichkeiten wie die Brühtemperatur, Brühmenge und viele mehr. Halte Ausschau nach einer Maschine mit einfacher Bedienung! 

Denke auch an wichtige Dinge wie Pflege und Wartung. Nach jedem Einsatz solltest du die Espressomaschine reinigen. Dies trägt positiv zur Lebensdauer des Gerätes bei. Außerdem solltest du das Wasser mindestens alle zwei Wochen tauschen, falls du den Dampfkessel nicht benutzt.

Die Kaffeebohnen optimal mahlen

Im vorherigen Abschnitt haben wir darüber berichtet, dass das Entgasen der Kaffeebohnen zu abgestandenem Kaffee führt? Nun, die Entgasung beschleunigt sich drastisch, nachdem der Kaffee gemahlen ist. Je frischer das Mahlgut, desto frischer der Geschmack. Dies ist der Grund, warum Bohnenkaffee in der Regel am besten schmeckt. Noch viel wichtiger aber, ist der richtige Mahlgrad. Ist dieser zu gering, hat dies großen Einfluss auf die Extraktion der Aromen und Geschmacksstoff. Je feiner die Mahlgröße, desto schneller läuft die Extraktion ab.

Den Extraktionsgrad richtig einzustellen, ist der Schlüssel für einen wohlschmeckenden Kaffee. Dies liegt daran, dass das beim Mahlen fruchtige und saure Aromen erzeugt werden. Des Weiteren hat der richtige Extraktionsgrad Einfluss auf die Süße, Bitterkeit und Adstringenz. Das Ziel beim Kaffee brühen ist es, einen ausgewogenen Kaffee mit viel Süße und einem angemessenen Maß an Säure und Bitterkeit zu erhalten.

Gleichzeitig beeinflusst der Mahlgrad, wie schnell das Wasser durch das Kaffeemehl fließen kann – oder mit anderen Worten, wie lange es dauert, einen Espresso zu brühen. Wenn das Mahlgut zu fein ist, wird es wie nasser Sand. Dann dauert es länger, bis das Wasser seinen Weg dadurch findet. Dies erhöht dann die Brühzeit und damit den Extraktionsgrad. Das Kaffeepulver sollte so gemahlen sein, dass der Brühvorgang für einen Espresso ungefähr 20 bis 30 Sekunden dauert. Wenn der Mahlgrad nicht ausreichend fein ist, wird der Espresso schneller durchlaufen. In so kurzer Zeit können die süßlichen Aromen nicht richtig extrahiert werden. Dann verbleiben säuerliche und salzige Aromen im Kaffee.

Mit anderen Worten, die Mahlgröße ist für einen köstlichen Espresso ausschlaggebend. Je grober der Kaffee, desto schneller die Extraktion. Dies führt zu weniger Bitterkeit und mehr Säuren in der Tasse. Je feiner der Kaffee, desto langsamer die Extraktion. So nimmst du den Espresso bitterer, aber weniger säurehaltig war. Espresso erfordert aufgrund der kurzen Brühzeit immer einen feinen Mahlgrad. Wenn der Espresso nicht so schmeckt wie er soll, kannst du mit dem Mahlgrad spielen. So kannst du meist das Brühergebnis verbessern. 

espresso aus dem siebträger

Das Kaffee zu Wasser Verhältnis richtig wählen

Wie viel Wasser solltest du verwenden? Die hängt davon ab, wie stark du deinen Espresso möchtest. Am besten beginnst du mit einem Verhältnis von 1-zu-3. Für jedes Gramm Kaffee, erhälst du 3 ml Espresso in der Tasse.

Jedoch kannst du damit auch etwas experimentieren.  Mit einem 1-zu-2 Verhältnis erhälst du einen stärkeren Espresso. Mit 1-zu-4 oder sogar 1-zu-5 kannst du einen Kaffee Lungo brühen. Denken Sie daran, es gibt kein „bestes Rezept“: Es gibt einfach das Rezept, das am besten zu deinem Kaffee und Geschmack passt.

Unabhängig vom gewählten Rezept ist es jedoch hilfreich, Kaffee und Wasser mit einer Waage zu wiegen. Viele Baristas wiegen sowohl den gemahlenen Kaffee, als auch den Bezug. Dies ermöglicht es, genau das richtige Verhältnis zu verwenden und es immer wieder anwenden zu können.

Achte auch auf die Wasserqualität und -temperatur

Es geht nicht nur um die Brühmenge, sondern auch um die Wasserqualität. Schlechtes Wasser kann deine Maschine beschädigen. Vor allem hartes Wasser kann zu Kalkablagerungen führen, die die Leistung der Maschine beeinträchtigen kann.

Darüber hinaus kann die Wasserqualität den Geschmack des Kaffees beeinflussen. Wenn das Leitungswasser mit Chlor behandelt wurde, kann es den Espresso stumpf schmecken lassen. Auf der anderen Seite kann weiches Wasser den Kaffee flach oder körperlos machen.

Bestenfalls verwendest du Wasser mit einem neutralen pH-Wert. Abgepacktes oder gefiltertes Wasser eignen sich am besten. Mit der Wassertemperatur kannst du etwas experimentieren, um die Extraktion zu beeinflussen: Je heißer das Wasser, desto schneller werden die Aromen und Aromen extrahiert. 90 bis 93 Grad Celsius gelten jedoch als optimal. Ein paar Grad heißer oder kühler kann den Geschmack ändern. Deshalb ist es so wichtig, dass die Temperatur stabil bleibt.

kaffee tampern

Das Kaffeemehl gut im Tamper verteilen und anpressen

Nur bist du fast fertig für den perfekten Espresso gerüstet. Aber was passiert, wenn du den Kaffee ungleichmäßig im Siebträger verteilst? Die einfache Antwort lautet: Schlechter Kaffee.

Gut schmeckender Kaffee beruht auf der Idee, dass das Kaffeepulver im gleichen Maße extrahiert wird. Wenn jedoch ein Teil des Kaffeemehls in einem Abschnitt des Siebträgers enger als in einem anderen ist, wählt das Wasser den Weg mit dem geringsten Widerstand. Dies führt dazu, dass das Kaffeepulver über- oder unterextrahiert wird.

Sobald das Kaffeepulver richtig verteilt ist, kannst du mit dem Tampen beginnen. Nur wenn dieses gut verteilt ist, können Aromen und Zucker extrahiert werden. Dabei ist es nicht notwendig, viel Druck auszuüben. Verdichte das Kaffeemehl so, damit das Wasser im gesamten Kaffee den gleichen Widerstand aufweist.


Ähnliche Beiträge