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9 Tipps für besseren Kaffee aus dem Vollautomaten

Kaffeevollautomaten werden immer beliebter. Nicht nur in Büros, sondern auch in Privathaushalten finden sie immer mehr Einzug. Dies liegt nicht nur an der komfortablen Bedienung, sondern auch an den fallenden Preisen. Auf Knopfdruck brühst du aromatischen Kaffee, Espresso oder Latte Macchiato. Besitzt du einen Vollautomaten ohne Milchaufschäumer kannst du nur schwarzen Kaffee brühen. Allerdings haben Letztere ohne weniger Probleme mit der Hygiene. Wo kein Milchaufschäumsystem verbaut ist, muss auch keines gereinigt werden. 

Des Weiteren bleibt die Kaffeequalität eines Vollautomaten stets gleich, wenn du einige Dinge beachtest. für besten Kaffee, musst du natürlich auch qualitativ hochwertige Kaffeebohnen einsetzen. Im Folgenden erfährst du einige Tipps, damit du lange Spaß an deinem Vollautomaten hast. 

Was bedeutet guter Kaffee überhaupt?

Im Grunde genommen ist dies vom persönlichen Geschmack abhängig. Während einige Genießer auf kräftigen Espresso stehen, bevorzugen andere lieber einen milden Duft. Anderen ist es wiederum komplett egal und sie wollen einfach nur eine Tasse Kaffee auf Knopfdruck. Eines ist aber Fakt: Die Crema auf der Oberfläche darf nicht fehlen!

Für uns ist guter Kaffee ein wohltuendes Heißgetränk, welches die Müdigkeit nimmt. Dabei soll Kaffee aromatisch mild schmecken und gleichzeitig schonend für den Magen sein. Ein guter Kaffeevollautomat kann das optimale aus den Kaffeebohnen herausholen. 

kaffee aus dem vollautomaten

Tipp 1: Die richtigen Kaffeebohnen einsetzen

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sind gute Kaffeebohnen das Wichtigste überhaupt. Vollautomaten können nur die Qualität brühen, die man ihnen einfüllt. Wer in einen Vollautomaten investiert, darf auf keinen Fall bei den Kaffeebohnen sparen. Bei der großen Auswahl auf dem Markt ist es sicher nicht einfach die richtigen Kaffeebohnen zu finden.  In diesem Artikel gibt es weiterführende Informationen zu Kaffeebohnen

Denke daran, dass es Unterschiede zwischen Bohnen für Kaffee und Espresso gibt. Während Espresso einen starken und kräftigen Auftritt haben soll, schmeckt ein Kaffee eher mild und aromatisch. Gute Vollautomaten haben aber auch dafür eine Lösung: Sie haben einfach zwei Bohnenfächer an Bord. So füllst du das eine mit Kaffeebohnen und das andere mit Espressobohnen auf. 

Der Unterschied zwischen Espressobohnen und Kaffeebohnen liegt eigentlich nur im Röstgrad. Espressobohnen durchlaufen einen längeren Prozess und sind daher vom Farbton her dunkler. Durch die längere Röstung werden stärkere Aromen erzielt.

Besitzt das Gerät dagegen nur ein Fach hast du die Qual der Wahl. Dann bleibt dir wohl nichts anderes übrig als verschiedene Kaffeesorten zu testen und auf die Meinungen anderer Käufer zu setzen. 

Tipp 2: Der richtige Mahlgrad

Neben den richtigen Kaffeebohnen, steht der richtige Mahlgrad direkt an zweiter Stelle. Die meisten der Vollautomaten besitzen ein einstellbares Mahlwerk. Je hochwertiger das Gerät, umso so feiner lässt sich das Mahlwerk justieren. Ein Brühvorgang läuft meist in wenigen Sekunden ab. Dabei muss das Wasser möglichst viele Aromen aus der Oberfläche des Kaffeepulvers extrahieren. Dabei sollte das Brühwasser gleichmäßig und zügig durch das Kaffeemehl laufen. Am Ende sollte sich eine nussbraune Crema auf dem Heißgetränk bilden. Fließt dagegen ein dicker Strahl in die Tasse, war der Mahlgrad wohl zu grob. Meist setzt sich dabei auch Kaffeesatz im Boden der Tasse ab. Sollte der Kaffee nur tröpfelt herauslaufen, war der Mahlgrad zu fein eingestellt. 

Tipp: Je dunkler die Bohnen, desto gröber sollte der Mahlgrad eingestellt sein. Helle Bohnen sollten dagegen feiner gemahlen werden.

In der Regel leisten Vollautomaten bei einem feinen bis mittleren Mahlgrad optimale Ergebnisse. Du kannst dies auch noch wie folgt testen: Schmeckt der Kaffee zu wässrig oder sogar säuerlich, ist der Mahlgrad meist zu grob eingestellt. Dabei kann das Wasser nichts genügend Aromen aus dem groben Kaffeemehl lösen. Ist der Mahlgrad zu fein, schmeckt das Brühergebnis meist zu stark und zu bitter. In diesem Fall nimmt das Wasser nämlich zu viele Aromen auf. Man spricht dabei auch von einer Überextraktion. Der optimale Mahlgrad hängt in erster Linie vom persönlichen Geschmack ab. 

Hinweis: Solltest du den Mahlgrad verstellen, bedarf es immer zwei bis drei Bezüge bis sich das Brühergebnis ändert. Dies liegt daran, dass oftmals restliches Kaffeepulver in der Maschine vorhanden ist. 

Tipp 3: Die richtige Brühmenge und Brühzeit einstellen

Die richtige Brühmenge, ist genauso wichtig wie der Mahlgrad selbst. Die Sache ist folgendes: Vollautomaten sind meist auf ein bestimmtes Kaffee- / Wasserverhältnis programmiert. Stellst du den Regler nun auf Anschlag um die Tasse bis oben zu füllen, kommt es zu einer Überextraktion. Dabei wird das Kaffeepulver mit zu viel Wasser extrahiert. Als Ergebnis erhälst du einen bitter schmeckenden und säurehaltigen Kaffee. Eigentlich logisch oder? 

Von daher solltest du lieber auf die Empfehlung und vorprogrammierte Einstellungen des Herstellers hören. Möchtest du eine größere Menge aromatischen Kaffee genießen, dann brühe einfach einen weiteren hinterher. Gehörst du zu den Kaffeesüchtigen und vernichtest täglich große Mengen des schwarzen Goldes? Dann ist eine Filterkaffeemaschine womöglich eine bessere Lösung für dich. 

Auf der Suche nach der richtigen Einstellung kannst du folgende Tipps in Erwägung ziehen:

  • Ein Espresso (25ml) sollte etwa in 10 Sekunden brühen.
  • Eine kleine Tasse Kaffee (125ml) benötigt im Optimalfall etwa 25 Sekunden
  • Ändere immer nur einen Parameter (Mahlgrad, Brühmenge, neue Kaffeebohnen) auf einmal. Warte zunächst ein paar Bezüge ab, bevor du wieder etwas änderst. 
  • Grundsätzlich haben andere Kaffeebohnen immer den größten Einfluss auf den Geschmack. Wenn du alle anderen Einstellungen verändert hast und du immer noch unzufrieden mit dem Kaffee bist, dann solltest du andere Kaffeebohnen verwenden. 
mahlgrad vollautomat

Tipp 4: Die richtige Brühtemperatur

Besonders bei Vollautomaten mit einstellbarer Brühtemperatur kommt auf die Frage auf, was man wählen soll. Die einen behaupten: “Stelle die Temperatur so hoch wie möglich, damit der Kaffee richtig gebrüht wird”. Andere sagen: “Schraub die Temperatur runter, damit du den Kaffee gleich trinken kannst, ohne dir die Zunge zu verbrennen”. Doch was ist richtig? Wir können sagen, keine der beiden Antworten ist richtig. 

Die optimale Auslauftemperatur von Kaffee beträgt zwischen 83 und 86 Grad Celsius. Espresso benötigt dagegen Temperaturen von 92 bis 96 Grad Celsius, um sein volles Aroma zu entfalten. Damit dies erreicht wird, muss in der Brühgruppe natürlich eine höhere Temperatur anliegen. 

Tipp 5: Frisches Wasser verwenden

Du hast es garantiert schon einmal irgendwo gelesen: Kaffee besteht zu über 98 Prozent aus Wasser. Dabei ist es klar, dass auch die Wasserqualität einen großen Einfluss auf das Brühergebnis hat. Sorge also dafür, dass der Vollautomat stets mit frischem Wasser gefüllt ist. Des Weiteren ist die Wasserhärte durchaus entscheidend was den späteren Geschmack anbelangt. Im Optimalfall sollte ein Vollautomat mit mittelhartem Wasser gefüllt werden. Außerdem gibt es bei vielen Vollautomaten eine Option die Wasserhärte anzupassen. 

Wir sprechen hier von einem Härtegrad zwischen 8 und 10 °dH. Die jeweilige Wasserhärte kannst du bei deiner Gemeinde erfahren. In einigen Regionen ist das Wasser sehr hart und kalkhaltig. Dann kannst du einen Wasserfilter einsetzen, um das Wasser vorher zu filtern. Einige Vollautomaten können auch mit einem Wasserfilter ausgestattet werden. Grundsätzlich kann sich zu weiches Wasser ebenso wie zu hartes Wasser negativ auf den Geschmack auswirken. Während Letzteres eher zu wenig Inhaltsstoffe aus dem Kaffeemehl extrahiert, kann es bei weichem Wasser zu einer Überextraktion kommen. 

Tipp 6: Hochwertige Milch einsetzen

Bessere Vollautomaten besitzen ein integriertes Milchaufschäumsystem. Milchmixgetränke wie Cappuccino oder Latte Macchiato bestehen überwiegend aus Milch. Somit kannst du dir vorstellen, welchen Einfluss diese auf die Qualität des Endproduktes hat. Die Milch soll aber nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aufzuschäumen sein. Wer auf vollmundigen Geschmack mit cremigen Schaum steht, sollte auf 3,5%-ige Vollmilch setzen. Diese lässt sich hervorragend aufschäumen und bleibt anschließend auch stabil. 

Milchschaum gelingt aber ebenso gut mit einer 1,5%-igen Milch. Diese bleibt ebenso stabil,, schmeckt aber nicht so cremig wie die 3,5%-ige. Bei einer Magermilch ist die Schaumbildung aufgrund des fehlenden Fettanteils dagegen sehr schwierig. Wer auf Abnehmkurs ist oder Kalorien zählt, sollte besser nur schwarzen Kaffee trinken. Menschen mit Laktose Allergie können aufatmen. Auch diese Milchsorte lässt sich problemlos einsetzen und aufschäumen. 

pflege vollautomat tresterbehälter

Tipp 7: Regelmäßige Reinigung und Pflege

Eine regelmäßige Reinigung ist essentiell, um dauerhaft gute Brühergebnisse zu erzielen. Des Weiteren ist eine regelmäßige Pflege Voraussetzung für eine hohe Lebensdauer und Hygiene. Bei jedem Brühvorgang setzen sich nämlich Öle und Fette im Inneren ab, welche in Verbindung mit Sauerstoff oxidieren. Vernachlässigt man die Reinigung ganz, trägt die Brühgruppe ganz schnell Schimmel. Dabei ist klar, dass die Kaffeequalität darunter leidet.

Gewöhne dir bereits zu Beginn an den Kaffeesatzbehälter und den Wassertank täglich zu leeren. Bei Vollautomaten mit entnehmbarer Brühgruppe, gelingt die Reinigung einfach unter dem Wasserhahn. Bei fest integrierten Brühkammern, musst du dich auf integrierte Reinigungsprogramm verlassen. Vollautomaten mit integriertem Milchaufschäumsystem müssen noch sorgfältiger behandelt werden, was die Hygiene anbelangt. Milchreste setzen sich schnell ab und riechen unangenehm. Die Hersteller bieten dafür oftmals spezielle Reinigungslösungen an, die du nicht außer Acht lassen solltest. Nach Gebrauch solltest du die Dampfdüse, sowie weitere Schlauchverbindungen reinigen. 

kaffee richtig lagern

Tipp 8: Kaffee richtig lagern

Je frischer, desto besser schmeckt Kaffee. Das schwarze Pulver ist generell sehr empfindlich was äußere Einflüsse betrifft. Licht, Wärme, Sauerstoff und Feuchtigkeit sind absolut negativ für das Kaffeearoma. Achte daher darauf, dass Kaffeebohnen stets an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort gelagert werden. Am besten nimmst du eine verschließbare, dunkle Dose.

So kann du das Kaffeearoma für längere Zeit aufrecht erhalten. Weiterhin solltest du das Kaffeebohnenfach des Vollautomaten nur nach Bedarf füllen. Auch wenn dieses mit einer speziellen Dichtung versehen ist, bleiben die Bohnen dennoch länger in einem dunklen Gefäß frisch. Übrigens halten sich Kaffeebohnen wegen der geschlossenen Oberfläche länger frisch, als gemahlenes Kaffeemehl. 

Zusammengefasst musst du folgende Faktoren optimieren, um guten Kaffee mit einem Vollautomaten brühen zu können:

  • Kaffeebohnen
  • Mahlgrad
  • Brühmenge und Brühzeit
  • Brühtemperatur
  • Frisches Wasser
  • Hochwertige Milch
  • Regelmäßige Reinigung und Pflege
  • Richtig Lagerung des Kaffees

Tipp 9: Was tun, wenn der Kaffee immer noch nicht gut schmeckt? 

Wir haben nun bereits einige Tipps aufgeführt, mit denen du das beste aus dem Vollautomaten herausholen kannst. Falls du dennoch nicht mit dem Geschmack zufrieden bist, gibt es folgende Gründe:

Zu bitter / Zu kräftigZu sauer / Zu wässrigWenig Aroma
Zu hohe Brühtemperatur (über 96 °C)Mahlgrad zu grob (Unterextraktion)Alte Kaffeebohnen
Zu feiner Mahlgrad (Überextraktion)Zu kurze, helle RöstungFalsche Lagerung der Kaffeebohnen (Feuchtigkeit, Hitze)
Zu lange und daher zu dunkel geröstete KaffeebohnenSäureintensiver Arabica-KaffeeZu wenig Kaffeepulver
Zu hoher Anteil an minderwertigen Robusta-Kaffeebohnen / wenig Arabica-BohnenZu niedrige BrühtemperaturWasserhärte zu hoch (über 10°dH)
Mangelnde HygieneKeine gute Wasserqualität (weit unter pH 7,0)

Fazit

Mit Vollautomaten kannst du auf einfache Weise leckeren Kaffee brühen. Dennoch brauchen diese Geräte regelmäßig Aufmerksamkeit und Pflege. Als Anfänger musst du sicherlich etwas mit den Parametern Mahlgrad, Brühmenge und Brühtemperatur spielen, bevor du beste Ergebnisse erzielen kannst. An guten Kaffeebohnen solltest du außerdem nicht sparen, denn diese sind die halbe Miete.


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