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Die beliebtesten manuellen Kaffee Brühmethoden im Überblick

Kaffee selbst Zuhause zu brühen hat viele Vorteile. Es ist nicht nur relativ kostengünstig, sondern auch einfach zu handhaben. Von daher ist es besonders bei Personen beliebt, die sich zum ersten Mal mit Kaffee auseinander setzen. Bei der manuellen Zubereitung kannst du außerdem etwas experimentieren. In den folgenden Absätzen berichten wir über verschiedene manuelle Brühmethoden, sowie die dafür verwendeten Brühgeräte. Egal ob du Kaffeefan bist oder als Barista nach Neuem suchst, garantiert wirst du dein Wissen vertiefen können. Im Laufe der Zeit haben sich die Zubereitungsarten, sowie die Brühgeräte geändert.

Die Anfänge des manuellen Kaffeebrühens

Leider gibt es keine Beweise wann oder wo genau die Menschen mit dem Kaffeekonsum begonnen haben. Jedoch ist man sich einig, dass der Ursprung in oder in der Nähe des heutigen Äthiopien liegt. Möglicherweise waren die ersten Menschen die Kaffee konsumierten Vorfahren der äthiopischen Oromo. Nach Ansicht früher europäischer Reisender haben sie gemahlene Kaffeekirschen mit tierischem Fett vermischt, um kalorienreiche Fressbällchen herzustellen.

Mit Beginn des 15. Jahrhunderts breitete sich das osmanische Reich bis auf Teile Nordafrikas, Mittel- und Osteuropas sowie Asiens aus. Dadurch konnten die wichtigsten Handelsrouten zwischen Asien, Afrika und Europa kontrolliert werden. Hier ist man  wahrscheinlich auf Kaffee gestoßen. 

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Nach dem Entdecken von Kaffee waren es die Türken, die eine der ersten manuellen Brühmethoden erfunden haben. Man hat geröstete Bohnen mit Wasser vermischt und mittels von Mörsern gemahlen. Dann hat man sie in einem Topf namens Cezve gekocht. Bald verbreitete sich diese Brühmethode von der Küche des Sultans bis hin zu wohlhabenden Häusern im gesamten Osmanischen Reich. Schließlich hat die gesamte Bevölkerung diese Art von Kaffee genossen. 

Die Türken haben zwar versucht das Kaffeemonopol durch ein Exportverbot aufrechtzuerhalten, dies erwies sich aber als unmöglich. Das Saatgut wurde aus dem Land geschmuggelt und anschließend in ganz Europa verbreitet. Dort haben europäische Regierungen nach afrikanischen Kolonien Ausschau gehalten um Kaffee zu liefern. So konnte die wachsende Nachfrage der Verbraucher befriedigt werden. Mit der Ausbreitung der Kolonialherrschaft wurde auch Kaffee immer beliebter.

Im 18. Jahrhundert war das Heißgetränk bereits weltweit bekannt. Zu dieser Zeit wurde Kaffee allerdings nur von wohlhabenden Menschen verzehrt. Im Laufe der Zeit wurden die Brühvorrichtungen allerdings immer günstiger. Schließlich konnte Kaffee von allen Klassengesellschaften genossen werden. 

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Die ersten manuellen Brühmethoden

Als Kaffee in Europa ankam, hat man ihn durch das Kochen von Kaffeepulver in Wasser zubereitet. Die Türken haben auf eine sehr ähnliche Methode zurückgegriffen. Zur gleichen Zeit fand die industrielle Revolution statt. Zu dieser Zeit tranken die meisten Menschen Bier oder Wein als sicherere Alternative zu Wasser. Durch die Einführung von Kaffees wurden ebenso Arbeitsplätze in Fabriken geschaffen. 

Im 19. Jahrhundert wurde die Tropfmethode in Frankreich entwickelt und berühmt. Bei diesem Verfahren wurde Kaffeepulver in einen Behälter gegeben, der sich zwischen zwei Kammern eines Kessels befand. In die obere Kammer wurde erwärmtes Wasser eingefüllt. Dies sickerte dann durch den Kaffee in das untere Gefäß.

In diesem Jahrhundert hat man immer mehr Kaffee zu Hause zubereitet. 1908 erfand eine deutsche Frau namens Amalie Auguste Melitta Bentz den ersten Kaffeefilter. Mit diesem konnte man Kaffee ohne Ablagerungen und mit einem klaren Geschmack brühen. Sie meldete daraufhin ein Patent an und gründete im selben Jahr die Firma Melitta. Mit großem Erfolg präsentierten Melitta und ihr Mann präsentierten ihre Filter auf der Leipziger Messe im Jahr 1909. Nach einigen Anpassungen entstand ein kegelförmiger Filter, der wegen seines verbesserten Designs sehr erfolgreich wurde. 

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Die Espressokanne

Mit der Verbreitung von Kaffees in Europa waren Frankreich und Deutschland nicht die einzigen Länder, die sich mit der Schaffung manueller Brühmethoden beschäftigten. Im 18. Jahrhundert wurden maschinelle Espressomaschinen in großem Maßstab patentiert. Während des 19. Jahrhunderts fand ein wirtschaftlicher Aufschwung statt. Daraufhin suchte man nach weiteren Möglichkeiten um Kaffee in ähnlicher Qualität effizient zu Hause genießen zu können.

1933 erfand Alfonso Bialetti den ersten Espressokocher namens “Moka-Express”. Die Espressokanne war für die Verwendung auf einem Herd konzipiert und bestand aus drei Teilen. Beim Aufstieg des mittels Dampf erhitzen Wasser wird das Kaffeemehl extrahiert und in die obere Kammer geleitet. Seine Idee war von sofortigem Erfolg gekrönt. Auch heute noch produziert Bialetti dieser Art von Kaffeekocher, auch wenn die Konkurrenz mit ihren Kaffeevollautomaten und Kaffeepadmaschinen in den Löchern steht. 

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Die French Press

Einige Jahre bevor Alfonso Bialetti den Moka-Express erfand, haben bereits zwei Franzosen an einer frühen Version der French Press experimentiert. In 1882 patentierten Mayer und Deforge eine ähnliche Bauart, die sich erheblich von der aktuell verwendeten unterschied. 

1929 patentierten zwei Italiener einen Entwurf für eine French Press, die wir heute kennen. Diese Version enthielt eine Dichtung um den Pressstempel, der bündig mit dem Behälter abschließt. Erst 1958 wurde die populärste Ausführung einer French Press von einem Schweizer namens Faliero patentiert. Diese diese in Frankreich hergestellt wurde, benannte man sie Chambord.

Bei dieser Ausführungen handelte es sich um eine “Full-Immersion” French Press. Darunter versteht man, dass der gemahlene Kaffee etwa vier Minuten lang mit heißem Wasser in Kontakt steht. Erst dann wird der Kolben nach unten gedrückt wird. Beim Eingießen des Kaffees hält der Filter die Rückstände im Gefäß zurück. So erhält man eine vollmundige Tasse Kaffee. Das dänische Unternehmen Bodum stellt ihre French Press seit 1974 mit großem Erfolg her. Ihre Version heißt Bistro und ist bei Händlern auf der ganzen Welt erhältlich.

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Die Chemex

Der deutsche Chemiker und Erfinder Peter J. Schlumbohm schuf 1841 die Chemex. Es war nur eine von über 2000 Erfindungen, die er während seines Lebens erfand. Nachdem er auf einen Platz im Chemieunternehmen seiner Familie verzichtet hatte, studierte er für seinen Doktortitel in Chemie an der Universität Berlin. Dies war die Grundlage für seine zukünftigen Erfindungen.

Seine erste Chemex-Kaffeemaschine stellte er 1939 auf der New York Worlds Fair aus und gründete zwei Jahre später die Chemex Corporation. Die Chemex funktionierte durch das Übergießen von Wasser über einen mit Kaffeepulver gefüllten Papierfilter. Da die Filter in der Regel 20 bis 30 Prozent schwerer als herkömmliche Filter sind, halten sie beim Brühen mehr Öle und Feststoffe zurück. Dadurch erhält man auch mit der Chemex eine rückstandslose Tasse Kaffee.

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Der Kalita Wave Handfilter 

Kalita Co. ist ein japanisches Unternehmen, das seit den fünfziger Jahren Kaffeeausrüstung und Papierfilter herstellt. In 2010 haben sie die Kalita Wave-Serie entwickelt. Das Gerät ähnelt auf den ersten Blick dem V60, weist jedoch einige wesentliche Unterschiede auf. 

Im Gegensatz zu einem V60 verfügt der Kalita Wave über einen flachen Boden mit drei Ablauflöchern. Durch diese wird der Wasserfluss durch das Kaffeepulver verlangsamt, was für eine leckere Tasse Kaffee sorgt. Der Dripper hat wenig Kontakt mit dem Filter, hält die Temperatur konstant und verteilt das Wasser gleichmäßig.

Dank des flachen Bodens ist der Wasserdurchfluss stabiler und vorhersehbarer als bei anderen manuellen Drippern. Dies sorgt für eine gleichmäßigere Aromaextraktion. Der Kalita Wave ist in Metall erhältlich und kann auf dem Herd eingesetzt werden. Ebenfalls ist er in Glas und Keramik verfügbar.

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Der Hario V60

Der Chemex ist nicht das einzige manuelle Brühgerät mit chemischem Hintergrund. Der Hario V60 wurde von einem Unternehmen in Tokio entwickelt, das Glasprodukte für physikalische und chemische Zwecke herstellt und verkauft. Es ist ein relativer Neuzugang was manuelle Brühapparate anbelangt. Erst im Jahr 2015 wurde der Hario V60 erfunden. Seine Namen hat er wegen des 60° Winkels seines Kegels erhalten.

Der V60 hat drei bedeutende Eigenschaften, die sich auf den Brühvorgang auswirken. Erstens lässt seine Kegelform das überströmende Wasser in Richtung Mitte fließen, um eine längere Kontaktzeit mit dem Kaffeepulver zu gewährleisten. Zum anderen kann durch die Einlochbohrung das Aroma des Kaffees durch Änderung der Einfüllgeschwindigkeit des Wassers verändert werden. Zudem weist der Kegel innen spiralförmige Rippen auf, die mehr Luft entweichen lassen. Dadurch kann sich das Kaffeepulver besser verteilen. 

Der V60 wurde zuerst in Keramik und Glas, dann in Kunststoff und schließlich in Metall gefertigt. Außerdem wurde er auch als Kupferversion für eine höhere Wärmeleitfähigkeit hergestellt. Dies ermöglicht eine bessere Wärmespeicherung und damit eine bessere Extraktion.

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Die AeroPress

Die AeroPress wurde 2005 vom Ingenieur Alan Adler entwickelt und gilt vor allem in den USA als ein sehr populäres Brühgerät. Es besteht aus Polycarbonat, enthält keine BPAs und Phthalate und trägt den Markennamen in Gold. Dadurch lassen sich mögliche Fälschungen leichter erkennen.

Adlers Erfindung entstand aus dem Bedürfnis nach einer weniger bitteren Tasse Kaffee. Er erkannte, dass dafür die Brühzeit verkürzt werden musste. Er entwickelte eine geschlossene Kammer, um den Druck während des Brühens zu erhöhen. Im Vergleich zu den meisten manuellen Brühmethoden, führt dies zu einer viel schnelleren Brühzeit. Die kompakte, tragbare und leicht zu reinigende AeroPress hat sich in der Branche einen Namen gemacht. Es gibt mittlerweile sogar jedes Jahr eine AeroPress Weltmeisterschaft mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. 

Fazit

Durch manuelle Brühmethoden haben Hobbybrauern und Coffeeshops mehr Möglichkeiten für verschiedene Kaffeeexperimente. Grundsätzlich gibt es keine festen Regeln für die Zubereitung von Kaffee. Wenn du allerdings weißt, wie die verschiedenen Brühmethoden funktionieren, wirst du garantiert bessere Ergebnisse erzielen können. 


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