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Wie Du zum Kaffeeexperten wirst – Kaffeewissen für Kaffeefans

Bestellst du beim Besuch deines Lieblingscafés immer das gleiche Getränk? Viele unter uns entscheiden sich stets für den gleichen Kaffee und halten daran fest. Aber wie wäre es mal etwas neues auszuprobieren? Auf Dauer ist der gleiche Kaffee doch viel zu langweilig. 

Egal ob du die Brühparamater änderst oder neue Zubereitungstechniken einsetzt, es gibt viele Möglichkeiten Kaffee anders zu genießen. 

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Warum nicht mal anderen Kaffee bestellen?

Kaffee ist wie andere Lebensmittel auch, geschmacklich sehr unterschiedlich. Oder würdest du behaupten, alle Weine schmecken gleich? Die Kaffeewelt ist riesig und das Probieren verschiedener Sorten ist das Eintauchen in eine Welt neuer Sinneserfahrungen. Außerdem kannst du durch das Testen zahlreicher Kaffeesorten deine Geschmacksnerven verfeinern. Nach dem Testen einiger Kaffees merkst du so direkt, ob dir der ein oder andere besser schmeckt. Außerdem verstehst du so die Angaben auf den Verpackungen besser.

Wo fängt man am besten an? – Kaffeeexperte in wenigen Schritten

Wenn du in einem Kaffeegeschäft stehst, wirst du wortwörtlich vom großen Angebot erschlagen. Frage am besten nach Hilfe, denn dafür ist das Personal da. Baristas und Röstexperten sind in der Regel sehr freundlich und möchten ihr Wissen mit dir teilen. Außerdem können sie dir Tipps geben, welche Kaffeebohnen eventuell für dich in Erwägung kommen könnten.

Je mehr Kaffeesorten wir probieren, umso besser können wir sie voneinander unterscheiden. Von daher ist es unabdinglich Kaffeebohnen aus verschiedenen Regionen zu testen. Im Laufe der Zeit verstehst du welche Faktoren den Kaffeegeschmack beeinflussen.

Die verschiedenen Röstgrade

Gerade Kaffeeneulinge trinken gerne Kaffee mit einem dunklen Röstgrad. Das Problem dabei ist, dass diese vom Aroma und Geschmack untereinander nur schwer zu differenzieren sind. Bei hellen Röstungen fällt es dir leichter geschmackliche Unterschiede wahrzunehmen. 

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Die Verarbeitungsmethoden

Nach der mühsamen Ernte der Kaffeekirschen müssen diese weiterverarbeitet werden. Im Grunde genommen versteht man darunter den Entkernungs- und Trockenvorgang. Dabei werden viele verschiedene Methoden angewandt, die am Ende des Tages den Kaffee anders schmecken lassen. 

Nass verarbeitete Kaffeebohnen haben meist einen leichten Körper und weisen blumige oder fruchtige Aromen auf. In der Regel haben natürlich verarbeitete Kaffees nur einen geringen Säuregehalt bei vollem Körper. Sie schmecken süß und fruchtig. 

Daneben gibt es noch Kaffees die mit Honig verarbeitet wurden. Im Vergleich mit anderen Kaffeebohnen weisen diese einen deutlich süßeren und intensiven Geschmack auf.  

Auch wenn viele Kaffeebohnen mit der gleichen Methode weiterverarbeitet werden, so schmecken sie trotzdem unterschiedlich. Besonders großen Einfluss haben die Anbaugegend, die Bohnensorte selbst, sowie die spätere Brühmethode. 

Vielfalt und Herkunft

Kaffeebohnen unterscheiden sich in ihren chemischen Bestandteilen, was unterschiedliche Geschmacksnuancen und Aromen zu Folge hat. So sind einige Kaffeesorten bekannt für einen bestimmten Geschmack und ihre Qualität. 

Unterschiedliche Anbaugebiete beeinflussen ebenso die Bestandteile und damit den Geschmack der heranwachsenden Kaffeekirschen. Auch die klimatischen Bedingungen, wie Temperatur, Feuchtigkeit und die Höhe spielen eine große Rolle. Nicht alle Kaffees aus einer Region schmecken gleich, aber einige haben spezielle Eigenschaften.

Kaffeeexperten raten Anfängern erstmal Kaffeesorten aus Mittel- und Südamerika zu probieren. Diese sind bekannt für ihren ausgeglichenen Geschmack und nicht zu stark. Aus Brasilien kommen einige Kaffeesorten, die mit Schokoladen- oder Haselnuss überzogen sind. 

Kaffees aus Ostafrika sind dagegen eher saftig und fruchtig. In einigen Regionen werden aber auch säuerliche Sorten angebaut. Kaffees aus Indonesien sind bekannt für ihren vollen Körper und ihren erdigen Beigeschmack. 

Die Kaffeezubereitung und ihre Einflüsse

Die Zubereitungsart kann die Geschmackseigenschaften der Sorte, der Herkunft oder der Verarbeitungstechnik hervorheben. Viele Kaffeefans entscheiden sich für die Pour Over Methode, welche vor allem die Eigenschaften von hellen Röstungen hervorbringen soll. 

Eigentlich ist Filterkaffee besser geeignet, um neue Geschmacksrichtungen zu entdecken. Espresso dagegen ist eher eine schlechte Wahl, wenn du versuchst deine Geschmacksnerven zu trainieren. Das aufputschende Getränk schmeckt zu kräftig und zu intensiv. Bist du glücklicher Besitzer eines Kaffeevollautomaten, dann kannst du verschiedene Parameter einstellen. 

Jede Brühmethode lässt sich durch den Mahlgrad und die Brühtemperatur beeinflussen. Im Grunde genommen ist es aber viel zu viel Aufwand verschiedene Kaffeesorten Zuhause aufzubrühen. Geh lieber in ein Café und bestelle dir bei jedem Besuch ein anderen Kaffee und vergleiche sie miteinander. 

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Wie kann man seine Geschmacksnerven verbessern?

Wenn du Kaffees aus verschiedenen Anbaugebieten probierst, wirst du im Laufe der Zeit unterschiedliche Aromen differenzieren können. Außerdem findest du mit dieser Methode auch deinen Lieblingsgeschmack heraus. Nimm bei Kaffeeevents teil, probiere Kaffees anderer Herkunft und frag einen Barista nach neuen Ideen. Mach dir Notizen, welche Kaffeesorten und Röstungen dir am besten schmecken. Natürlich benötigt dies Zeit und gelingt nicht von heute auf morgen. 

Du solltest jedoch stets auf deine Vorlieben achten. Manche Personen bevorzugen eher süßliche Noten, als fruchtigen Kaffee. Andere stehen auf etwas säuerlichen Kaffee. Erst wenn du verschiedene Geschmacksrichtungen probiert hast, entwickeln sich deine Geschmacksnerven.

Weiterhin gibt es einige Techniken, mit denen du dein Feingefühl bei der Kaffeeverkostung verbessern kannst. Probiere verschiedene Früchte und achte dabei auf die verschiedenen Säuren und Süßen. Einige Kaffeeexperten verwenden dafür auch Süßigkeiten.

Ebenfalls kannst du spezielle Salz- und Zuckerlösungen herstellen, um verschiedene Geschmacksrichtungen kennenzulernen. Teste sie und achte darauf, wie sich jeder einzelne Geschmack schmeckt und anfühlt.

Wir empfehlen dafür folgende Mischungen: 

Süß: 24 g Saccharose pro Liter Wasser

Sauer: 1,2 g Zitronensäure pro Liter Wasser

Salzig: 4 g Salz pro Liter Wasser

Bitter: 0,5 g Koffein pro Liter Wasser

Umami: 2 g Mononatriumglutamat pro Liter Wasser

Vielleicht hast du auch schon damit angefangen, neue Kaffeesorten zu probieren und  Unterschiede im Geschmack oder Aroma zu erkennen. Viele Menschen können zwar unterschiedlichen Aromen erkennen, diese aber nicht richtig beschreiben. Dafür gibt es Fachbücher, die dir die Kommunikation mit Baristas, Röstern und anderen Kaffeefans erleichtern wird.  

Beispielsweise findest du im Lexikon der World Coffee Research (Englisch) nützliche Begriffe, die einfach beschrieben sind. 

Fazit: Aller Anfang ist schwer

Die Kaffeewelt ist eine Welt für sich und mag besonders für Anfänger ziemlich unübersichtlich wirken. Wie soll man Tausende von Kaffeesorten auseinander halten? Wenn du im Laufe der Zeit unterschiedliche Geschmacksrichtungen testest, kannst auch du zum Kaffeeexperten werden. Garantiert ist unter den vielen Sorten, auch dein Lieblingskaffee dabei. Örtliche Röstereien, Cafés und Kaffeeläden sind weitere wichtige Quellen für dich. Wenn du dort deine freundliche Neugier zeigst, wird man dir garantiert weiterhelfen wollen. 


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